Die Internationale Stiftung Mozarteum
Mozarts Erbe – Bewahrung und zeitgemäße Auseinandersetzung
Die Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg gegründet und hat ihre Wurzeln im "Dom-Musik-Verein und Mozarteum" von 1841. Seither setzt sie sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Wolfgang Amadé Mozarts auseinander. Mit Initiativen in den drei Kernbereichen Konzertveranstaltung, Mozart-Museen und Wissenschaft schlägt sie die Brücke zwischen Bewahrung der Tradition und zeitgenössischer Kultur. Ihr Ziel ist es, wechselnde Perspektiven und neue Denkanstöße in der Auseinandersetzung mit dem Komponisten zu eröffnen.

Konzerte
Im Konzertbereich setzt die Internationale Stiftung Mozarteum seit 1956 jeweils im Jänner, um Mozarts Geburtstag herum, mit dem Festival „Mozartwoche“ einen künstlerischen Akzent im internationalen Konzertleben. International renommierte Mozart-Interpreten, Orchester und Ensembles sind während dieser Festivalwoche zu erleben. 2009 wird das Verhältnis von Mozart und Haydn Gegenstand eines erweiterten programmatischen Kontexts sein, interpretiert von Künstlern wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Simon Rattle, René Jacobs, Magdalena Kožena, Marc Minkowski oder René und Gautier Capuçon. Im Bereich der zeitgenössischen Musik werden Pierre Boulez und Matthias Pintscher zu Gast bei der Mozartwoche sein. Ihre Werke, die zum Teil mit Musik Mozarts kombiniert werden, werden von Musikern wie Daniel Barenboimer, Jörg und Carolin Widmann oder Elena Bashkirova zum Erklingen gebracht. Die international gefeierte Pianistin Mitsuko Uchida wird als Artist in Residence zu erleben sein.
Neu hinzugekommen ist anlässlich des Mozart-Jahres 2006 das Festival „Dialoge“, in dem sich zeitgenössische Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur und Bildende Kunst mit Mozarts Leben und Werk auseinandersetzen. Von Oktober bis Juni finden die Saisonkonzerte mit dem Zyklus „Junge Künstler“ statt.

Museen
In den beiden Mozart-Museen (Mozarts Geburtshaus und Mozart-Wohnhaus), zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Salzburgs, bewahrt die Internationale Stiftung Mozarteum das Erbe des Salzburger Genies. In Mozarts Geburtshaus wird der Besucher durch originale Mozart-Räume geleitet, in denen sich unter anderem historische Instrumente, Mozarts Violine und die Mehrzahl der zu seinen Lebzeiten entstandenen Porträts befindet. Im Mozart-Jahr 2006 hat der amerikanische Bühnenbildner, Regisseur, Lichtdesigner und bildende Künstler Robert Wilson die Räume im dritten Stock, in denen die Familie Mozart bis 1773 lebte, neu gestaltet und originale Objekte durch moderne Installationen und Licht in spannungsvolle Beziehung zueinander gesetzt. Die anderen beiden Stockwerke sind den Themen „Mozart auf dem Theater“ und „Alltag eines Wunderkindes“ gewidmet.Im Mozart-Wohnhaus der Familie Mozart am heutigen Markartplatz, das nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg rekonstruiert und 1996 wieder eröffnet wurde, wird ein authentischer Eindruck vom Alltag des 18. Jahrhunderts im Umfeld Mozarts vermittelt. Die Biografien der einzelnen Mitglieder der Familie Mozart, mit all ihren täglichen Freuden, Sorgen, Leidenschaften und sozialen Aktivitäten, füllen sich in diesen Häusern mit Leben.
Auch in der Wissenschaft gehen bei der Internationalen Stiftung Mozarteum Tradition und Zukunftsgewandtheit Hand in Hand. In der Autographensammlung, die nur in begrenztem Maße im Rahmen exklusiver Führungen besichtigt werden kann, befinden sich rund 190 Originalbriefe Mozarts, rund 370 Briefe seines Vaters und über 100 autographe Handschriften Mozarts, überwiegend Skizzen und Entwürfe, aber auch einige Originalpartituren. Die „Bibliotheca Mozartiana“ ist mit rund 35.000 Titeln die umfangreichste Mozart-Bibliothek der Welt. Die historisch-kritische Gesamtausgabe der „Neuen Mozart Ausgabe (NMA)“, an der seit 1954 gearbeitet wurde, ist seit Juni 2007 abgeschlossen. Als Fortsetzung entsteht eine „Digitale Mozart Edition“, die den Text der NMA und somit alle Mozart- Noten über das Internet frei zugänglich machen wird und sukzessive aktualisiert Die Mozart Ton- und Filmsammlung stellt mit rund 18.000 Audiotiteln und 1.800 Videoproduktionen (Filmdokumentationen, Spiel- und Fernsehfilmen über Mozart und aufgezeichnete Operninszenierungen) eine Verbindung zur Gegenwart her.
Karten und Informationen
Internationale Stiftung Mozarteum
| Kartenbüro | Marketing & Kooperationen, Yvonne Schwarte |
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| Theatergasse 2 | Schwarzstr. 26 |
| 5020 Salzburg | 5020 Salzburg |
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